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Wechsel nach Italien

Lucio verlässt den FC Bayern

16.07.2009

Abwehrspieler Lucio und der FC Bayern gehen ab sofort getrennte Wege. Der Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft und der deutsche Rekordmeister einigten sich am Donnerstag auf eine vorzeitige Auflösung des bis zum 30. Juni 2010 laufenden Vertrags. Der 31 Jahre alte Innenverteidiger wechselt mit sofortiger Wirkung zum italienischen Meister Inter Mailand, bei dem er einen Dreijahresvertrag unterzeichnen soll. Über die Ablösesumme vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

„Die Vereine sind sich einig, und der Spieler ist sich mit Mailand einig“, verkündete Bayern-Manager Uli Hoeneß kurz vor der Abfahrt der Mannschaft ins Trainingslager nach Donaueschingen. Lucio werde sich in den nächsten Tagen der sportärztlichen Untersuchung in Mailand unterziehen, „wenn die positiv verläuft, wird der Vertrag unterschrieben“, so Hoeneß weiter.

Uli Hoeneß zum Lucio-Wechsel

„Nach dem Confed-Cup war es sein eindeutiger Wunsch, den FC Bayern zu verlassen wenn ein Angebot eines großen Vereins kommt“, sagte Hoeneß. Nachdem das Angebot von Inter Mailand einging, entsprach der Der FC Bayern dem Wunsch des Abwehrspielers, München nach fünf Jahren vorzeitig zu verlassen und eine neue Herausforderung in der Serie A zu suchen.

„Wir sind natürlich traurig, dass er den Verein verlässt. Lucio hat hier hervorragende Arbeit geleistet“, bedauerte Hoeneß den Abschied des Brasilianers, der im Sommer 2004 von Bayer Leverkusen an die Säbener Straße wechselte und in den vergangenen fünf Spielzeiten 144 Bundesligaspiele für den FCB bestritt. In den Jahren 2005, 2006 und 2008 feierte er jeweils das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal.

Weitere Abgänge möglich

Auf der anderen Seite sei der FC Bayern „gerade auf der Innenverteidigerposition relativ gut bestückt. Wir haben für zwei Positionen fünf Kandidaten“, sagte Hoeneß. Mehrfach hatte Bayerns neuer Trainer Louis van Gaal betont, dass der aktuelle Kader mit 27 Spielern für seine Vorstellungen „viel zu groß“ sei.

„Wir verstehen, dass Louis am liebsten mit 22, 23, 24 Spielern arbeiten würde, deswegen sind wir auch gesprächsbereit für den einen oder anderen Spieler, wenn dieser auf uns zu kommt“, schloss Hoeneß weiter Abgänge bis zum Ende der Wechselfrist am 31. August nicht aus. Allerdings stellte der Manager auch klar, dass dazu immer drei Parteien nötig sind. „Der FC Bayern München, der Spieler und einen Verein, der den Spieler haben will. Wenn diese Faktoren zusammenkommen, werden wir uns damit beschäftigen.“


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