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Pizarro im Interview

'Würde gerne in München bleiben'

09.02.2007

Mit zehn Toren, allein vier davon in der Champions-League-Gruppenphase, ist Claudio Pizarro derzeit Bayerns zweitbester Torschütze hinter Roy Makaay. Schlagzeilen machte der Peruaner, der seit seinem Wechsel zum FC Bayern im Jahr 2002 in der Bundesliga immer zweistellig getroffen hat, zuletzt aber weniger wegen seiner Tore als wegen seines im Sommer auslaufenden Vertrages. Mit fcbayern.de sprach der 28 Jahre alte Angreifer über den Trainerwechsel beim Rekordmeister, die erste Woche unter Ottmar Hitzfeld und den aktuellen Stand in Sachen Vertragsverlängerung.

Das Interview mit Claudio Pizarro:

fcbayern.de: Claudio, wie habt Ihr in der Mannschaft den Trainerwechsel von Felix Magath zu Ottmar Hitzfeld erlebt?
Claudio Pizarro: „Uns hat es auch überrascht, vor allem, dass es so schnell ging. Die Ergebnisse haben nicht gestimmt, darauf hat der Vorstand reagiert. Wir wussten auch nicht, dass Ottmar Hitzfeld, unter dem viele von uns ja noch gespielt haben, zurückkommen würde. Wir Spieler müssen uns schnell auf die neue Situation einstellen und nach vorne schauen, denn wir sind in einer schwierigen Situation.“

fcbayern.de: Wie ist Dein Eindruck nach der ersten Trainingswoche unter Hitzfeld?
Pizarro: „Sehr gut. Der Trainer ist mit großer Motivation bei der Sache. Gut, er hatte vor dem Spiel in Nürnberg nur einen Tag, um sich einzufinden, da ist es natürlich sehr kompliziert, etwas zu ändern. Das hat er aber in der letzten Woche getan. Er hat schnell erkannt, welche Fehler wir in welchen Mannschaftsteilen gemacht haben und gezielt daran gearbeitet, diese zu unterbinden. Ich glaube, dass wir das gegen Bielefeld auch schon gut umsetzen werden.“

fcbayern.de: Trägt diese Arbeit bereits Früchte?
Pizarro: „Ich denke, dass man diese Veränderungen sehen wird. Wir werden sicherlich nicht von einem Spiel zum anderen den berauschenden Fußball spielen, aber wir werden uns auf jeden Fall anders präsentieren als zuletzt. Hoffentlich finden wir dann schnell unseren Rhythmus und damit zurück in die Erfolgsspur. Es ist jetzt wichtig, gut zu spielen und zu gewinnen.“

fcbayern.de: Ist es von Vorteil, dass ein Großteil der Mannschaft schon unter Hitzfeld gearbeitet hat?
Pizarro: „Ja, ich glaube schon. Er kennt die meisten Spieler und hat dadurch bereits eine genaue Vorstellung, welche Spieler in der Mannschaft stehen können. Er braucht keine lange Anlaufzeit, das ist sehr wichtig.“

fcbayern.de: Glaubst Du, dass sich Deine Rolle im Spiel ändern wird?
Pizarro: „Nein, das denke ich nicht. Hitzfeld lässt in der Regel mit zwei Stürmern spielen, einer davon vielleicht etwas zurückgezogen. Das war unter Magath auch so. Wichtiger ist ohnehin, dass die Mannschaft kompakt steht, wir als Kollektiv gut verteidigen. Wenn wir das umsetzen, werden wir im Spiel nach vorne auch unsere Möglichkeiten bekommen. Der Trainer kennt meine Spielweise und deswegen werde ich auch nicht verzweifeln, wenn ich nicht gleich das Tor treffe, denn im Vordergrund steht meine Arbeit für die Mannschaft.“

fcbayern.de: Ein großes Thema in den Medien war immer wieder Dein am Saisonende auslaufender Vertrag. Wie ist der aktuelle Stand der Dinge?
Pizarro: „Da gibt es im Moment nichts Neues. Mein Berater kommt in den nächsten Wochen nach Deutschland, dann werden die nächsten Gespräche geführt. Ich hoffe, dass wir dann eine Einigung erzielen.“

fcbayern.de: Woran ist diese Einigung bisher gescheitert?
Pizarro: „Es ist doch immer so, dass es bei Verhandlungen zwei unterschiedliche Positionen gibt. Dann muss man miteinander sprechen und sich irgendwo treffen. Und wenn das nicht der Fall ist, dann kommt man eben nicht zusammen.“

fcbayern.de: Wirst Du beim FC Bayern verlängern?
Pizarro: „Das hoffe ich, ich würde sehr gerne hier bleiben. Ich bin sehr glücklich, meine Familie fühlt sich wohl. Ich bin zuversichtlich, dass wir uns einigen. Ich möchte aber betonen, dass ich bisher mit noch keinem anderen Klub gesprochen habe. Der FC Bayern ist mein erster Ansprechpartner. Erst wenn wir zu keiner Einigung kommen sollten, werde ich mich mit Alternativen beschäftigen.“

Das Interview führte: Carsten Zimmermann

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