11.01.2007
Man musste nicht lange suchen im Al-Ahly-Stadion, um Franck Ribéry zu finden. Der nur 62 Kilogramm schwere Profi von Olympique Marseille fiel im kleinen Finale des Dubai-Cups mit seinen kanariengelben Fußballschuhen schon beim Einlaufen auf. Aber auch ohne sein extravagantes Schuhwerk hätte Ribéry beim Spiel gegen den FC Bayern die Blicke der Beobachter angezogen. FCB-Manager Uli Hoeneß hatte erst zwei Tage zuvor das Interesse an ihm bekräftigt (fcbayern.de berichtete).
Dass der 23 Jahre alte Offensivspieler dem deutschen Rekordmeister gut zu Gesicht stünde, glaubt auch Willy Sagnol. Der Vizekapitän des FC Bayern traf im Spiel gegen Marseille im direkten Duell auf seinen Kameraden aus der französischen Nationalmannschaft – es war nicht das einzige Tête-à-Tête zwischen den beiden in diesen Tagen.
Plädoyer für Bayern
„Ich habe mit Franck über Bayern München gesprochen“, erzählte Sagnol nach dem Schlusspfiff in den Katakomben des Al-Ahly-Stadions, „ich habe versucht, ihm zu erklären, wie es ist, bei Bayern Fußball zu spielen. Und ich habe ihm gesagt, wie glücklich ich in München bin. Jetzt ist es seine Entscheidung. Ich denke, er braucht jetzt ein bisschen Ruhe.“
Warum Sagnol künftig mit Ribéry in einem Team spielen möchte, konnte der Umworbene im kleinen Finale von Dubai andeuten. Durch enorme Schnelligkeit (Spitzname: „Ferraribéry“) fiel er auf, aber auch durch sein Bestreben, immer den direkten Weg zum Tor zu suchen, sei es durch ein Dribbling, sei es durch einen Pass auf einen Mitspieler. Den dritten Treffer Marseilles gegen die Bayern (Endstand 4:3 für den FCB) leitete Ribéry mit einem Doppelpass ein.
Viele Angebote für Ribéry
Sagnol glaubt, dass Ribéry sein Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft hat. „Er ist erst 23. Er kann noch besser werden“, meinte der FCB-Verteidiger, der hofft, Ribéry im Sommer in München begrüßen zu können. Ob das so kommen wird, bleibt abzuwarten, weiß auch Sagnol. „Leider ist Bayern nicht der einzige Verein, der an ihm interessiert ist.“ Auch Real Madrid und Arsenal London sollen die Fühler nach Ribéry ausgestreckt haben.
Für fcbayern.de in Dubai: Nikolaus Heindl