Das nächste Eigengewächs!
Mats Hummels bekommt Profivertrag
18.12.2006
Wenn das mal kein passendes Geschenk ist! Zwei Tage nach seinem 18. Geburtstag hat der FC Bayern Abwehrspieler Mats Hummels zum Profi gemacht. Das Münchner Eigengewächs erhält zum 1. Januar 2007 einen neuen Vertrag, der ihn bis zum 30. Juni 2009 an den Rekordmeister bindet.
„Wir sind sehr glücklich darüber. Mats hat es verdient“, erklärte junior-team-Leiter Werner Kern im Gespräch mit fcbayern.de. Hummels - obwohl noch in der A-Jugend spielberechtigt - ist in dieser Saison Stammspieler im Regionalliga-Team der Bayern. „Er hat sehr, sehr gute Spiel bei den Amateuren gemacht und überragende Leistungen abgeliefert“, sagte Kern.
Abitur geht vor
Und dabei auch über die Grenzen von München auf sich aufmerksam gemacht. Wie Kern bestätigte, hatten mehrere Bundesligisten ihr Interesse an Hummels vorgebracht. Der FC Bayern reagierte darauf mit der Umwandlung des noch eineinhalb Jahre laufenden Kontrakts von Hummels in einen neuen Profivertrag. Kern ist sich sicher: „Er wird Bundesligaspieler werden.“ Eine Meinung, die auch Felix Magath vertritt. „Von Mats können wir viel erwarten. Er hat alle Chancen, einmal eine feste Größe beim FC Bayern zu werden."
Hummels wird zukünftig so oft es geht bei den Profis mittrainieren. Da er im Frühjahr 2008 sein Abitur machen will und bis dahin noch zur Schule geht, wird er aber auch noch weiterhin im junior team mittrainieren. „Es ist wichtig, dass er seinen Schullabschluss macht. Das wollte auch Uli Hoeneß so“, sagte Kern.
Mit 17 gegen Ronaldinho
Hummels, der seit 1995 für den FCB spielt, feierte im August beim Liga-Pokal-Halbfinale gegen den FC Schalke 04 sein Debüt bei den Profis. „Er hat seine Sache wunderbar gemacht“, lobte Felix Magath den damals noch 17-jährigen Innenverteidiger nach dem Spiel. Auch im Testspiel beim FC Barcelona kam Mats zum Einsatz.
Nach Owen Hargreaves, Philipp Lahm, Andreas Ottl, Christian Lell, Michael Rensing, Bastian Schweinsteiger und Stephan Fürstner ist Hummels bereits der achte Spieler im aktuellen Profikader, der aus der eigenen Jugend kommt. Und Kern ist sich sicher: „Er wird nicht der letzte sein.“
Für fcbayern.de berichtet: Dirk Hauser