29.11.2005
Zehn Pflichtspiele hat der FC Bayern bislang in der Allianz Arena bestritten. Bei allen zehn Partien hieß es oft schon Wochen zuvor: Ausverkauft. Die 66.000 Tickets gingen buchstäblich weg wie die warmen Semmeln.
Schon bald wird die Arena aber ein paar Tausend Fans mehr Platz bieten. „Der Antrag zur Erhöhung auf 70.000 Zuschauer in der Bundesliga ist so gut wie durch. Spätestens zum Rückrundenstart wird die Kapazität erhöht“, berichtet Arena-Geschäftsführer Peter Kerspe in einem Interview mit der „tz“. Würde heißen, dass die Bayern erstmals am 04./05. Februar gegen Bayer Leverkusen vor 70.000 Fans spielen könnten.
’Garagentore’ gegen Zugluft
Laut Kerspe ist dies aber nicht die einzige geplante Änderung. So werde man durch Umbaumaßnahmen versuchen, die Zugluft zwischen dem Unter- und Mittelrang abzustellen. „Wir haben 48 überdimensionale Garagentore in Auftrag gegeben, die den Wind von der Arena fernhalten sollen“, so Kerspe. Bis Ende Januar sollen die Umbauten durchgeführt worden sein.
Diese Tore werden in der Winterpause an den Eingängen rund um die Arena befestigt und bei Spielen heruntergezogen – wie bei einer Garage. „Die Leute gehen dann durch Türen in die Arena, die in die großen Tore eingelassen werden“, erklärt Kerspe. Und wenn keine Spiele stattfinden sind die Tore geöffnet, um die Belüftung des Rasens zu gewährleisten.
Die Arena als Touristen-Attraktion
Kerspe berichtet der „tz“, dass sich die Arena nicht nur bei den Spielen großer Beliebtheit erfreut. Täglich pilgern rund 3.000 Besucher nach Fröttmaning. „In den Ferien an Spitzentagen bis zu 10.000. Damit hätten wir nicht gerechnet“, gibt sich Kerspe sehr zufrieden.
Viele dieser Besucher schlendern auch durch die Markenwelt im Oberrang. Neben dem FC Bayern mit seinem „Megastore“ haben dort auch die Bayern-Partner Audi, Medion und T-Com einen hochmodernen Verkaufsraum eröffnet. Auch der „Allianz Arena-Shop“ mit Merchandising-Artikel zum vielleicht „schönsten Stadion der Welt“ ist dort zu finden.
Verkehrsproblematik hat sich abgeschwächt
Während sich in der Shopping-Meile gerade bei Spielen lange Schlagen bilden, hat sich die Verkehrssituation rund um das Stadion wesentlich entspannt. Seit knapp zwei Wochen ist der Ausbau der Autobahn A9 bis auf zum Teil vier Spuren vollendet. Und auch die anfängliche Problematik bei der Ausfahrt aus den Parkhäusern – vereinzelt hatte es Wartezeiten für die Fans von bis zu zwei Stunden gegeben - hat sich deutich verbessert. Kerspe sagt: „Langsam haben wir alles im Griff.“